Rückblick auf 25 Jahre Diäko
Linie mit Erfolg
Diäko ist 25 Jahre - und Erfinderin Gisela Berg kann stolz sein. Sie hat Tiefkühlkost salonfähig gemacht – und ihren Kunden zur Wohlfühlfigur verholfen.
Fast wäre Gisela Berg mit
ihrer Idee gescheitert, bevor
es überhaupt losging, damals
im Jahr 1984. Die Idee der
Hamburgerin war ein absolutes
Novum: Tiefgekühlte Diätkost
wollte sie auf den Markt bringen,
Frauen und Männern, die abnehmen
wollen, das Leben leichter
machen. Kein ganz einfaches
Unterfangen in einer Zeit, in der
Tiefkühlkost nicht besonders
populär war. Dazu kam ein
fi nanzieller Engpass: die erste
Kühltruhe musste Gisela Berg
auf Pump kaufen. Die Herren der
Bank zickten mit dem Kredit.
„'ne Frau gehört an den Herd“,
habe man ihr wörtlich gesagt.
Und nun? Gisela Berg glaubte felsenfest an ihre Idee,
belieh ihre Wohnung und zog das Ding durch. Unterstützt
wurde sie von ihrer Freundin und Mitgeschäftsführerin
Christa Nake-Küpper. Die beiden legten
einen grandiosen Start hin – und waren binnen eines
Jahres aus den roten Zahlen. Heute zählen 160.000
Frauen und Männer zum festen Kundenstamm.
Wie sieht ein typischer Diäko-Tag nun aus? 1.000
Kalorien sieht die Tagesration vor, verteilt auf fünf
Mahlzeiten. Wer bestellt, kann sich den Gang zum
Supermarkt komplett sparen. Außer den tiefgekühlten
Hauptgerichten werden Frühstücksmüsli, Vollkornbrot,
Joghurts, Eiweißriegel, Obst frei Haus geliefert
− alles, was man für eine gesunde Ernährung braucht.
Vitamine, Mineralstoff e und Spurenelemente spielen
natürlich eine große Rolle.
Genauso wichtig: Schmecken
muss es. Und so lässt es sich
Gisela Berg nicht nehmen, neue
Gerichte selbstverständlich erst
mal zu testen. Übrigens auch ein
Credo von Gisela Berg: Verbote
sind verboten. „Mal ein Gläschen
Wein genießen, eine Einladung
zum Essen annehmen, das muss
einfach drin sein“, weiß die
Fachfrau.
Und wie sieht es mit den
Kosten aus? Für ein 6-Tage-
Rundum-Sorglos-Paket mit allen
Mahlzeiten und Zwischengerichten
zahlt man etwa 70,‒ Euro.
„In der Großstadt kostet ein
belegtes Brötchen schon 3,50 Euro“,
sagt Gisela Berg.
Natürlich ist auch am Unternehmen Schlankheit die Finanzkrise nicht spurlos vorübergegangen. Das betriff t allerdings weniger den Versand als den Direktverkauf, etwa über Karstadt. Bis zu dessen Insolvenz verkaufte Diäko in zwei Dutzend Karstadt-Filialen. Derzeit sind es noch vier, auch die sind bedroht. Doch Gisela Berg glaubt an den Aufschwung. Denn das Diäko- Konzept liegt im Trend: Die Deutschen wollen neuen Umfragen zufolge gesünder leben, selbst Männer achten stärker auf ihr Äußeres.







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